Flexart/ - Arbeitsverhältnisse von KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen im Zeitalter der Events und Festivals

Podiumsdiskussion

Diskussionsveranstaltung
Kunstuniversität Linz. Hauptplatz 8. 4010 Linz
Donnerstag, 3. November 2005

Flexibilisierung und Prekarisierung sind beides Schlagwörter, welche seit längerer Zeit für verschiedenste gesellschaftliche Veränderungen herangezogen werden. So kann in Anbetracht einer sog. New Economy und einer wachsenden Anzahl von Ich-AG┤s von einem neuen "UnternehmerInnentum für alle" gesprochen werden. Vor allem das Spannungsverhältnis zwischen Flexibilität und Prekarität zeigt sich bei den Arbeitsbedingungen und verhältnissen von KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen sehr deutlich. Beschäftigungsverhältnisse am Rande des oder unter dem Existenzminimum, permanentes Job-Hopping von einem Projekt zum nächsten, Steh- und Wartezeiten ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld, aber natürlich auch ehrenamtlich verrichtete Arbeit prägen nicht selten den Alltag und das Schaffen in diesem Feld.

Der Frage wie sich Arbeitsverhältnisse von KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen im Zeitalter von Events und Festivals gestalten, wird aufbauend auf Diskussionen um solche Prekarisierungstendenzen nachgegangen. Beispielhaft am Ars Electronica Festival und dem kommenden Kulturhauptstadtjahr sollen Ma▀nahmen und Umsetzungsszenarien diskutiert werden, die sich speziell zur Gegensteuerung der Risiken eignen.

Podium:
Eva Blimlinger (Universität f. angewandte Kunst/Wien)
Martin Heller (Intendant Kulturhauptstadt 2009 Linz/ Schweiz)
Thomas Philipp (Kepleruniversität, qujOchö/Linz)
Elfi Sonnberger (STWST/Linz)
Gerfried Stocker (Ars Electronica Center/Linz)

Moderation: Juliane Alton

Flexart/ - ist eine Veranstaltungsreihe von flexible@art einem transdiszplinärem Forschungsprojekt der Kunstuniversität Linz gemeinsam mit dem Institut für Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz, der KUPF  Kulturplattform Oberösterreich, dem Forum Freunde und AbsolventInnen der Kunstuniversität Linz, FIFTITU% - Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur, LIquA  Linzer Institut für qualitative Analysen, öH an der Kunstuniversität Linz, dem Institut für Gesellschafts-und Sozialpolitik an der Johannes Kepler Universität und der Abteilung für Kunst- und Kultursoziologie an der Universität für Angewandte Kunst Wien.
flexible@art wird unterstützt vom bm:bwk.

Presseunterlagen (37.16 KB)

 

// Geringfügige Beschäftigung
Als geringfügig beschäftigt gelten in Österreich unselbständig erwerbstätige Personen mit einem Einkommen von unter 333,16 Euro monatlich bzw. bei fallweise Beschäftigung (Dienstverhältnis kürzer als ein Monat) mit nicht mehr als durchschnittlich 25,59 Euro pro Arbeitstag (seit 1. Jänner 2006). Geringfügig Beschäftigte sind mit Ausnahme der Beitragspfl icht zur Unfallversicherung nicht sozialversicherungspfl ichtig. Im November 2005 gab es in Österreich rund 233.000 geringfügig Beschäftigte, drei Viertel davon waren Frauen. (Arbeiterkammer Niederösterreich 2006)

In den Jahren 2000 bis 2004 stieg die Zahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse in Oberösterreich um etwa 500 an, ebenso erhöht sich der Jahresdurchschnittsbestand an Freien Dienstverträgen und Werkverträgen im Zeitraum 2000 bis 2003 um etwa 300 Beschäftigungsverhältnisse. „Überdies stieg die in dieser Zahl nicht beinhaltete Zahl der Freien Dienstverträge unter der Geringfügigkeitsgrenze zwischen dem Jahr 2000 und 2003 um 400 Beschäftigungsverhältnisse oder 6 % an. Damit fanden in Oberösterreich im Jahresdurchschnitt 2003 etwa 6,4 % der Beschäftigungsverhältnisse in Beschäftigungsformen statt, bei denen nicht davon ausgegangen werden kann, dass in ihnen ein zur Sicherung des Lebensunterhaltes ausreichendes Einkommen erzielt wird (geringfügig Beschäftigung + Freie Dienstverträge unter der Geringfügigkeitsgrenze).” (Huber 2005, S. 9ff )

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