flexart/ Publikation

flexart - Publikation




Herausgeberin:

Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8, A - 4010 Linz
Eva Blimlinger und Andre Zogholy

ISBN: 978-3-901112-38-6

flexart.office@ufg.ac.at // www.flexibleatart.ufg.ac.at

AutorInnen

// Eva Blimlinger, Mag.phil,
geboren 1961, Beamtin und Historikerin, Projektkoordination Kunst- und Forschungsförderung an der Universität für angewandte Kunst Wien, seit 20 Jahren in unterschiedlichen Projektzusammenhängen tätig, zuletzt als Forschungskoordinatorin der Österreichischen Historikerkommission, Lehrbeauftragte an diversen österreichischen Universitäten.

// Armin Chodzinski,
geboren 1970, lebt und arbeitet als selbstständiger Künstler, Unternehmensberater und Dozent in Hamburg und Kassel.

// Stefan Haslinger,
geboren 1971, Teil der Geschäftsführung der KUPF-Kulturplattform OÖ, und im Vorstand der IG Kultur Österreich und des Kulturvereins Waschaecht-Wels.

// Alexander Joechl,
geboren 1971, Künstler, Vertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft der Kunstuniversität Linz, Student, *2002 Tochter Nina, *2003 Sohn Nico.

// Ursula Kolar-Hofstätter, Mag.ª,
geboren 1962, lebt in Linz, Bildende Künstlerin, Dipl. Medienpädagogin, Kulturarbeiterin, Geschäftsführerin des Vereins PANGEA/Linz, Vorstandsmitglied des Vereins FIFTITU%, ehem. Mitarbeiterin des Vereins MAIZ/Linz, Schwerpunktthemen in der Kunst und in der freien Kulturarbeit: Feminismus, Geschlechterverhältnisse und Geschlechterkonstrukte; Schwerpunkt in der Pädagogischen Tätigkeit: Frauen und neue Medien, MigrantInnen und neue Medien, weiters Kuratorinnentätigkeit und Ausstellungsbeteiligungen in Japan und Italien.

// Roswitha Kröll, Mag.ª art.,
geboren 1974, Künstlerin und Kulturwissenschafterin, Kunst- und Kulturarbeiterin, angestellte und freiberufl iche Tätigkeiten in kunst- und kulturwissenschaftlichen sowie praktischen und politischen Bereichen, Aktivistin bei Radio FRO, *1995 Tochter Johanna, *1997 Sohn Lukas.

// David Lechner, Mag.rer.soc.oec.,
geboren 1975, Sozial- und Wirtschaftswissenschafter, Vorstandsmitglied und wissenschaftliche Leitung des Linzer Instituts für qualitative Analysen, Lehrbeauftragter am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik an der Johannes Kepler Universität, Linz.

// Karina Alice Koller, Mag.ª iur.,
geboren 1977, Studium der Rechtswissenschaften an der Karl Franzens Universität Graz, Studienaufenthalt am Institute for Applied Language Studies der University of Edinburgh, 2002 Gerichtspraxis am OLG Graz, 2003 - 2005 in der Unternehmensberatung tätig (Synectics, Management Consultants), seit August 2005 Koordinationsstelle für Genderfragen der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz.

// Eva Kosa, Mag.ª art.,
Erstausbildung als Kommunikations-Designerin, mehrjährige Berufspraxis in der Werbewirtschaft; Studium der experimentellen Kunst an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz; 1996-2000 Auftragsforschung und Consultant für Hochschulententwicklung / Kunstuniversitäten und EU, seit 2000 Lehrtätigkeit an der Universität für Gestaltung, Linz; ab 2004 dort Stabstelle für Curriculum-Entwicklung, Internationales, Bologna-Prozess.

// Andrea Mayer-Edoloeyi,
geboren 1971, Kulturarbeiterin, Erwachsenenbildnerin, berufl ich in der Freien Kulturszene tätig, zuletzt Lehrgangsleiterin einer Gründerinnenwerkstatt für
Künstlerinnen. Vorstandsmitglied von FIFTITU% und KUPF.

// Thomas Philipp, MMag.rer.soc.oec.,
geboren 1975, Sozial- und Wirtschaftswissenschafter, Kunst- und Kulturarbeiter, Vorstandsmitglied und wissenschaftliche Leitung des Linzer Instituts für qualitative Analysen, Lehrbeauftragter am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik an der Johannes Kepler Universität Linz, Mitarbeiter bei qujOchÖ - experimentelle kunst- und kulturarbeit.

// Rainer Zendron, ao. Univ.Prof., Mag.art.,
geboren 1955, arbeitet derzeit als Vizerektor an der Kunstuniversität Linz; davor „Edelpräkarisierter“ als Kurator, Ersteller von Kulturkonzepten, Kunstvermittler
und Kulturaktivist bei Stadtwerkstatt, OK Centrum für Gegenwartskunst, Kunstuniversität Linz, Festival der Regionen, ars elektronica u.a.,
Co-Projektleiter von Flexible@Art

// Andre Zogholy, Mag.Dr.rer.soc.oec.,
geboren 1975, Co-Projektleiter von Flexible@Art, Sozial- und Wirtschaftswissenschafter, Künstler, Kulturarbeiter. Beschäftigt an der Kunstuniversität Linz, Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten, Mitarbeiter bei qujOchÖ - experimentelle kunst-und kulturarbeit.


// Immaterielle Arbeit
Der Begriff der immateriellen Arbeit wurde insbesondere von Antonio Negri geprägt und bezieht sich auf neue Arbeitsformen und -strukturen, die mit den veränderten Ökonomien einhergehen, u. a. mit der Folge, dass neue Arbeits-Subjekte entstehen, deren persönliches, soziales und intellektuelles Vermögen integrierter Bestandteil des Produktionsprozesses wird (vgl. Negri et al. 1998). Der Wandel vom Fordismus zum Postfordismus, verstanden als grundlegende Veränderung des Kapitalismus, brachte im Zusammenhang mit Kunst- und Kulturarbeit in ihrer Form als Arbeit in und an der Gesellschaft den Begriff der immateriellen Arbeit hervor. Maurizio Lazarrato beschreibt dieses Phänomen als eine neue, informationelle und kulturelle Dimension der Waren. Diese informationelle Dimension der Ware spricht die unmittelbaren Produktionsfähigkeiten an, wie etwa mit Information umzugehen sei, und bezieht eine horizontale wie vertikale Kommunikation (sowohl zwischen Gleichgestellten, als auch zwischen Höhergestellten und Untergebenen) mit ein.

Die kulturelle Seite bezieht sich auf Tätigkeiten, die im Bereich kultureller wie künstlerischer Normen operieren und so auf Moden, Geschmack und Konsumgewohnheiten einwirken bzw. auf strategische Art und Weise die öffentliche Meinung bearbeiten und so auf jenem Feld Hegemonie beanspruchen. Verdichtet fi nden sich die ProtagonistInnen der immateriellen Arbeit zunächst in gleichsam klassischen Felder immaterieller Produktion: in Bereichen audiovisueller Industrien, Werbung, Marketing, Mode, Computersoftware bzw. eben künstlerisch-kultureller Betätigung im Allgemeinen. Diese Beschäftigungstypen sind vor allem durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Hyperausbeutung, hohe Mobilität und hierarchische Abhängigkeiten zu kennzeichnen.

GLOSSAR
// Arbeit auf Abruf
// Atypische Beschäftigungsformen
// Befristete Arbeitsverhältnisse
// Employability Employability
// Flexibilisierung
// Gender
// Geringfügige Beschäftigung
// Gouvernementalität
// Immaterielle Arbeit
// Leiharbeit
// Normalarbeitsverhältnis
// Prekariat
// Prekarisierung
// Projekt
// San Precario
// Scheinselbständige Erwerbsarbeit
// Teilzeitbeschäftigung
// Telearbeit
// Transdisziplinarität
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